2020_Leitartikel_Viren_und_Bakterien__11_.jpg

Nicht dasselbe: Viren und Bakterien

Wo sind eigentlich die Unterschiede?

In den vergangenen Monaten stand ein Virus ganz klar im Mittelpunkt. Allerdings können nicht nur Viren den Menschen krank machen, sondern auch Bakterien. Aber was unterscheidet sie?

 

Bakterien können auch nützlich sein

Tabelle_Viren_und_Bakterien.jpg
Bakterien oder Viren verursachen je unterschiedliche Krankheiten

Bakterien sind nicht nur gefährlich. Im Darm oder auf der Haut sind sie für den Menschen sogar sehr nützlich. Viren hingegen zählen nicht zu den Lebewesen, denn sie benötigen einen Wirt, um zu leben und sich zu vermehren. Sie sind nur 200 bis 300 Nanometer groß und damit bis zu hundertmal kleiner als Bakterien. Viren verteilen sich in der Luft in Tröpfchen, die Aerosole genannt werden. Eine Besonderheit der Viren ist, dass sich ihr Erbgut durch Mutationen verändern kann und sie dadurch sehr anpassungsfähig sind. Aus diesem Grund gibt es zum Beispiel jedes Jahr einen neuen Impfstoff gegen Grippeviren. 

Keine Antibiotika gegen Viren

Was ist nun das beste Mittel der Wahl im Kampf gegen Viren und Bakterien? Viele Menschen glauben, dass Antibiotika die beste Lösung sind. Diese helfen jedoch nur bei bakteriellen Infektionen, nicht aber bei Virusinfektionen. Antibiotika greifen die Zellwand der Bakterien an und zerstören sie dadurch oder sie verhindern, dass sich Bakterien weiter vermehren. Allerdings sollten Antibiotika nur sparsam genutzt werden, denn Bakterien können auf Dauer auch Resistenzen ausbilden.

Gegen Viren wirken sogenannte antivirale Medikamente (Virostatika), die die Vermehrung hemmen können. Eine Impfung kann sich gegen Bakterien und Viren richten. Hierbei wird das Immunsystem mit einem abgeschwächten Erreger auf die Erkrankung vorbereitet und kann so Antikörper entwickeln. Eine Superinfektion ist wohl das schlechteste Szenario, das einen Menschen treffen kann. Dann muss der Körper zeitgleich gegen Viren und Bakterien kämpfen.

Zurück