Eine junge Mutter sitzt ermattet vor dem Kinderbett.

Kraftquelle Hoffnung

Depressionen rund um die Geburt behandeln

Seit knapp drei Jahren schallen ungewohnte Klänge durch die Hallen des St. Agatha Krankenhauses in Köln-Niehl. Dann nämlich, wenn in der Abteilung für Seelische Gesundheit Mutter-Kind- bzw. Eltern-Kind-Behandlungen stattfinden, hört man fröhliches Glucksen, angeregtes Brabbeln oder auch den lautstarken Protest unserer jüngsten Gäste.

Seitdem behandle ich im Rahmen des Schwerpunktes peripartale Psychiatrie psychisch kranke Schwangere sowie Stillende und Frauen mit Kinderwunsch. Dazu gehören die Säuglinge ebenso wie die „besseren Hälften“. 

Spezialambulanz für Depressionen in Schwangerschaft und Wochenbett

Es sind verschiedene Symptome und Diagnosen, mit denen die Patientinnen zunächst die Spezialambulanz aufsuchen. Dabei ist das gesamte Spektrum psychischer Erkrankungen vertreten. Unter anderem verspüren die Frauen ein starkes Überforderungsgefühl, ambivalente Gefühle dem Baby gegenüber oder extreme Gefühlsausbrüche. Eines haben alle Frauen gemeinsam: Sie möchten ihren Kindern gute Mütter sein und hieran nicht durch ihre Erkrankung gehindert werden. Häufig reicht eine ambulante Beratung oder Behandlung. 

Fußabdrücke mit Namen verstorbener Babys

Je nach Schwere und akutem Verlauf der Erkrankung braucht es jedoch eine tagesklinische oder stationäre Behandlung. Hierbei ermöglichen wir es den Patientinnen, ihre Säuglinge und – im stationären Rahmen – auch ihre Partner mitzubringen; schließlich sind ja alle von der Erkrankung betroffen. 

Auch bei den behandelnden Teams erfreut sich diese Arbeit großer Beliebtheit. In jedem Kind sehen wir ein Symbol der Hoffnung. Alle Teammitglieder arbeiten konzentriert und engagiert an einer multimodalen und multidisziplinären Behandlung der Patientinnen und ihrer Angehörigen mit. Dabei hilft auch der Rückgriff auf das Netzwerk Juno, welches ich vor einigen Jahren mitgegründet habe. In diesem Netzwerk haben sich Kölner Spezialistinnen und Spezialisten für die Behandlung der genannten Patientinnen zusammengefunden. Es trägt maßgeblich dazu bei, dass eine engmaschige Betreuung der Familien auch außerhalb der Klinik fortgeführt werden kann. 

Die Pandemie hat dieses Behandlungsangebot vor Herausforderungen gestellt. So mussten die Behandlungsoptionen stets dem pandemischen Verlauf angepasst werden. Doch um die größte Not zu lindern, konnte durchgehend eine Notfallsprechstunde angeboten werden. Nun blicken wir positiv in die Zukunft und freuen uns, im Rahmen des Schwerpunktes bald wieder mehr große und kleine Gäste in unserem Hause begrüßen zu können. 

St. Agatha Krankenhaus 
Abteilung für Seelische Gesundheit 
Chefärztin Dr. med. Susanne Kowohl 
Feldgärtenstraße 97 
50735 Köln-Niehl 
Telefon 0221 7175-2511
www.st-agatha-krankenhaus.de

St. Agatha Krankenhaus 
Abteilung für Seelische Gesundheit 
Chefärztin Dr. med. Susanne Kowohl 
Feldgärtenstraße 97 
50735 Köln-Niehl 
Telefon 0221 7175-2511
www.st-agatha-krankenhaus.de

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