Eine Frau sitzt in der Hocke und beschäftigt sich mit einem Hund.
Therapiehund Wilma sorgt nicht nur bei den Patienten, sondern auch beim Team für gute Laune.

Gestatten: Wilma, Therapiehund

Therapie mit Hund im St. Agatha Krankenhaus

Seit dem Frühjahr 2020 hat die Abteilung für Seelische Gesundheit im St. Agatha Krankenhaus Köln-Niehl ein ganz besonderes Teammitglied: Therapiehund Wilma. Sie ist gerade einmal drei Jahre alt, knapp 42 Zentimeter groß, wiegt ungefähr elf Kilogramm und hat ein schafweiches Fell in Kuhmuster.

 

Das neue Mitglied hört auf den Namen Wilma und ist ein freundlicher und ruhiger, aber spielfreudiger Pudelmischling der Rasse Flatdoodle F1c. Im St. Agatha Krankenhaus „arbeitet“ sie als Therapiehund in der Abteilung für Seelische Gesundheit. Wilma sammelt bereits seit ihrer elften Lebenswoche Erfahrungen mit Patientinnen und Patienten aus der Suchtklinik und der ambulanten Psychotherapie und genießt seither große Beliebtheit. Momentan begleitet Wilma mich wöchentlich mehrfach in das St. Agatha Krankenhaus, um an Therapiesitzungen teilzunehmen. 

Wie wird ein Hund zum Therapiehund?

Therapiehund Wilma, ein Flatdoodle.
Wilma hat die Therapiehundeausbildung erfolgreich abgeschlossen.

Die Hundetherapie ist eine Form der tiergestützten Therapie (Tiertherapie). Der Hund wird von klein auf gut sozialisiert und später gezielt ausgebildet. Wilma habe ich bereits mit dem Gedanken, sie zu einem Therapiehund auszubilden, zu mir geholt. Rechtzeitig begannen wir daher mit einfachen Übungen, um ihr ein Gespür für ihre zukünftige Arbeit zu vermitteln. Damit ich Wilma einmal gezielt einsetzen kann, begann ich die Therapiehundeausbildung im Januar 2020.

In der sechsmonatigen Ausbildung erwarben Wilma und ich berufsspezifisches Wissen und Fertigkeiten, um mit verschiedenen Therapiesituationen umgehen zu können. Wilma soll im Hund-Mensch-Team eingesetzt werden, um unter anderem die nicht-sprachliche Kommunikation zu fördern sowie das allgemeine Wohlbefinden und den Gesundheitszustand von Patienten zu verbessern. 

Die Tiertherapie: Spielen und spazierengehen mit Wilma

In der Praxis findet die Hundetherapie in Sitzungen von ungefähr 25 bis 30 Minuten statt. Sie beinhaltet etwa Spiele und Spaziergänge mit dem Hund sowie Beobachtungsübungen der Körpersprache etc. Die maximale Einsatzzeit von Wilma beträgt zwei Stunden pro Tag. Die Behandlungsziele für die Patienten können dabei völlig unterschiedlich sein: Für manche Patienten steht die Selbsterfahrung und Verbesserung der Selbstwahrnehmung durch Stimulation auf allen Sinnesebenen im Vordergrund.

Ebenso sind die Stärkung des Selbstbewusstseins durch wertfreie Interaktion, die emotionale Stabilisierung in Krisen und die Reduktion von Spannungszuständen zu erreichende Ziele. Zuletzt fördert ein Therapiehund die Kontaktaufnahme mit emotional schwer zugänglichen Patienten, die Besserung der Konzentrationsfähigkeit durch das gemeinsame Spielen und das Erlernen von Verantwortung. Mittlerweile ist Wilma fester Bestandteil unseres multiprofessionellen Teams. Durch ihren Einsatz erkennen wir deutliche Erfolge in der Behandlung und Genesung unserer Patienten. Auch im Team sorgt Therapiehund Wilma stets für eine gute Arbeitsatmosphäre und Stimmung.

St. Agatha Krankenhaus
Feldgärtenstraße 97
50735 Köln-Niehl
Telefon 0221 7175-0
www.st-agatha-krankenhaus.de

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50735 Köln-Niehl
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