Ein Steinmetz restauriert eine Statue.

Ehrenplatz für den Namenspatron

Historische Augustinus-Statue wird restauriert

In frischem Gewand thront er an der Fassade des neuen Erweiterungsbaus neben dem Haupteingang des Severinsklösterchens: der Heilige Augustinus in Form einer Statue aus französischem Kalkstein.

Er trägt die für ihn so bekannten Symbole, die sich bis heute in dem Logo des Krankenhauses wiederfinden: das „flammende Herz“ als Zeichen seiner Liebe zu Gott und seinen Mitmenschen, und den Bischofsstab, der ihn gemeinsam mit der Mitra in seiner Funktion als Bischof von Hippo in Nordafrika darstellt. 

historische Aufnahme der Vorderansicht des Krankenhauses der Augustinerinnen

Namenspatron des Krankenhauses der Augustinerinnen

Der Weg der Statue zu ihrem neuen Standort ist nicht lückenlos überliefert. Ein altes Foto, das schätzungsweise um 1900 entstanden ist, zeigt die Statue an der damaligen Fassade des Mutterhauses in der Severinstraße, das seit 1869 im Besitz der Ordensgemeinschaft der Cellitinnen ist. Bis heute leben die dort ansässigen Schwestern nach der Ordensregel des Heiligen Augustinus. Im Volksmund sind aus ihnen später die Augustinerinnen geworden, die in den folgenden Jahren mit ihrer Arbeit in der Krankenpflege den Grundstein für das Krankenhaus der Augustinerinnen legten. Somit wurde der Heilige Augustinus zum Namenspatron für das Severinsklösterchen

Ein Steinmetz restauriert eine Statue.

Die Statue überlebte den Krieg trotz der starken Beschädigung des Mutterhauses weitestgehend und stand in den vergangenen Jahren im Garten des Schwesternkonvents am Kartäuserhof. In den Wochen vor ihrem Umzug in die Jakobstraße wurde die Statue von Restaurator und Steinmetz Bruno Piek aus der Kölner Südstadt aufwendig restauriert. Denn die zurückliegenden Jahrzehnte sind an der Figur nicht spurlos vorübergegangen: Zunächst musste die witterungsbedingte Gipskruste, die viele dunkle Verfärbungen zeigte, entfernt werden. Dafür ist die Augustinus-Figur in ein Becken gewandert und wurde dort über mehrere Wochen immer wieder mit Wasser besprüht. Anschließend hat Piek einzelne Teile der Figur neu verklebt oder nachmodelliert – so zum Beispiel die Nase sowie die Hand, die das Herz trägt. 

Bei der Statue fehlt im Gesicht die Nase.

Neuer Standort am Neubau in der Jakobstraße

Den Bischofsstab, der den Lauf der Zeit nicht überstanden hatte, hat der Restaurator nach Fotovorlage der ursprünglichen Statue aufwendig rekonstruiert. Nachdem die Augustinus-Statue schlussendlich mit einem Schutzanstrich konserviert wurde, konnte sie mit einem neu angefertigten Baldachin – einem Sockel und Dach aus Beton – verankert an der Fassade des Krankenhauses angebracht werden. Dort schmückt der Namenspatron nun den Neubau in der Jakobstraße und ist wieder für Patienten, Besucher sowie Passanten zu sehen.

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