Nahaufnahme von zwei Beinen in Wanderschuhen und mit Walkingstöcken
Blazej Lyjak – shutterstock.com

Diabetes und Sport – geht das?

Und wenn ja: Was muss ich beachten?

Sportmedizin

Die Antwort auf die Frage der Überschrift ist einfach: Ja. Das geht nicht nur, das sollte sogar! Von Sport und Bewegung profitieren alle Menschen. Für jene mit Diabetes ist der Nutzen jedoch besonders groß.

Sport und Bewegung haben eine positive Wirkung auf die Psyche, sind gut für das Herz-Kreislauf-System, tragen zu einem gesunden Körpergewicht bei und sorgen für eine bessere Lebensqualität. So weit, so gut. Menschen mit Diabetes – Typ 1 als auch Typ 2 – profitieren von regelmäßiger Bewegung auch darüber hinaus: Der Stoffwechsel funktioniert besser, der Langzeitwert des Blutzuckerspiegels (Hba1c) sinkt nachweislich und die Gefahr einer Insulinresistenz sinkt. Hinzu kommt: Sport und Bewegung wirken präventiv gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Gefäßschädigungen. Und das ist für Menschen mit Diabetes besonders wichtig, denn bei ihnen ist das Risiko für diese Erkrankungen erhöht. Umso wichtiger sind die präventiven Auswirkungen von Sport und Bewegung.

Gute Vorbereitung ist (fast) alles

Digitale Blutzuckermessung bei Diabetes
Andrey Popov – stock.adobe.com

Vor dem Start eines Bewegungs- oder Trainingsprogramms sollte zunächst ein kleiner Check durchgeführt werden. Eine Untersuchung des Herz-Kreislauf-Systems mit Belastungs-EKG beim Hausarzt, Kardiologen oder Diabetologen ist ratsam, um die Trainingsdosis auf die Leistungsfähigkeit des Herzens anzupassen – damit der Sport auch wirklich gesund ist. Die Wahl der Sportart und die Trainingsintensität sollten neben den Ergebnissen dieser Untersuchung auch individuelle Faktoren berücksichtigen, beispielsweise ein diabetisches Fußsyndrom oder extreme Schwankungen im Blutzuckerspiegel.

Wie viel Sport ist gesund?

Grundsätzlich gilt: Jedes noch so kleine „Mehr“ an Bewegung ist gut! Die berühmten 10.000 Schritte am Tag sind der Gold-Standard, Gleiches gilt für 150 Minuten sportlicher Aktivität pro Woche, die idealerweise auf zwei bis drei Einheiten aufgeteilt wird. Wer das schafft, macht alles richtig. Das heißt aber nicht, dass weniger falsch ist. Startet ein Mensch, der vollkommen untrainiert ist, mit einem wöchentlichen Training, ist dies besser als gar kein Sport. Steigert jemand seine tägliche Schrittanzahl von 500 auf 2.000, ist das ein toller Erfolg – auch wenn er weit entfernt von den gewünschten 10.000 Schritten ist.

Diabetes und Leistungssport

Gewichtheber Matthias Steiner oder Kickboxerin Anja Renfordt zeigen: Leistungssport ist auch mit Diabetes möglich! Profi -Sportler mit Diabetes benötigen eine qualifi zierte diabetologische Betreuung. Das Diabeteszentrum am St. Hildegardis Krankenhaus ist Kooperationspartner des Olympia-Stützpunkts Rheinland für die Betreuung von Spitzensportlern mit Diabetes.

St. Hilegardis Krankenhaus
Klinik für Gastroenterologie, Diabetologie und Allgemeine Innere Medizin
Chefarzt Dr. Peter Loeff

Bachemer Str. 29-33
50931 Köln-Lindenthal

Telefon 0221 4003-0
innere-medizin.koeln@malteser.org

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