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Arthrose im Daumen

Rhizarthrose bezeichnet die Arthrose im Daumensattelgelenk

Als Rhizarthrose (Arthrose im Daumen) bezeichnet man den Verschleiß des Daumensattelgelenks. Sie kommt bei etwa zehn Prozent der Bevölkerung vor und tritt meist nach dem 40. Lebensjahr an beiden Händen auf. Frauen sind von dieser Erkrankung häufiger betroffen.

 

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Dr. med. Ulrich Fabian ist Chefarzt der Plastischen, Ästhetischen und Rekonstruktiven Chirurgie und Handchirurgie am St. Agatha Krankenhaus.

Durch die hormonelle Umstellung kann es zu einer Erschlaffung der Bänder kommen; infolgedessen verrutscht der erste Mittelhandknochen aus dem Gelenk. Dies führt zum Knorpelabrieb und Knochenkontakt. Bei einer Arthrose im Daumen können ausgeprägte Ruhe- und/oder Belastungsschmerzen, später zum Teil auch nächtliche Schmerzen, auftreten. Die Gelenke schwellen an, sind druckschmerzempfindlich und oftmals in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt. Um die Verdachtsdiagnose bestätigen zu können, wird der Daumen geröntgt. 

Rhizarthrose: Röntgenbilder geben Aufschluss

Röntgenbild eines Daumens
Im Röntgenbild ist zu sehen, das im Gelenk Knochen auf Knochen reibt.

Auf den Bildern sind häufig eine Verschmälerung des Gelenkspalts und Knochenanbauten zu erkennen. Zunächst sollten bei einer Arthrose im Daumen die konservativen Therapiemöglichkeiten angewendet werden: die Ruhigstellung mit einer Manschette und die Einnahme von schmerz- und entzündungshemmenden Medikamenten. Zusätzlich kann ein Schmerzmittel oder Kortison direkt in das Daumensattelgelenk gespritzt werden. Bei weiteren Beschwerden kann eine Radiosynoviorthese zu einer vorübergehenden Besserung führen. Dies ist ein nuklearmedizinisches Verfahren zur Behandlung chronisch-entzündlicher Gelenkerkrankungen, bei der sich die entzündete Gelenkinnenhaut bindegewebig umwandelt. 

Wann bei Arthrose im Daumen eine OP nötig ist

Röntgenbild eines Daumens
Im Röntgenbild ist die Gelenkprothese gut zu erkennen.

Daraus folgt, zumindest zeitweise, eine Besserung der Schmerzsymptomatik. Falls die konservativen Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind, bleibt bei Fortbestehenden der Beschwerden nur die Operation. Früher wurde, um das Knochenreiben zu beheben, in der Regel das große Vieleckbein (eines der acht Handwurzelknochen) entfernt. Bei erschlafftem Bandapparat musste mitunter der Mittelhandknochen auch mit einem Sehnenstreifen fixiert werden.

Als Alternative zur Knochenentfernung bot sich auch die Einsteifung des Daumensattelgelenks an. Diese Operationsverfahren wurden fast vollständig durch den operativen Ersatz des Daumensattelgelenks mittels Gelenkprothese ersetzt. Dabei erinnern diese Prothesen neuester Generation an kleine Hüftprothesen.

Das System ist modular aufgebaut, um die verschiedenen Komponenten (Schaft, Kopf/Hals und Pfanne) auf die unterschiedlichen Hände anzupassen. Während bei der Entfernung des Vieleckbeins nach der Operation eine sechswöchige Ruhigstellung erforderlich ist, wird bei dem Gelenkersatz mittels Prothese auf eine Ruhigstellung verzichtet und die Hand kann nach sechs Wochen zunehmend belastet werden. In den Jahren 2019 und 2020 haben wir bei Patienten mit Arthrose im Daumen erfolgreich 100 Implantate der neuen Prothesengeneration mit Duokopf (Touch-Prothese) mit hervorragenden Ergebnissen implantiert. 

St. Agatha Krankenhaus
Feldgärtenstraße 97
50735 Köln-Niehl
Telefon 0221 7175-0
www.st-agatha-krankenhaus.de

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